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Prato-Ebensee

Partnerschaft

Die Gemeinde Prato ist seit 1987 mit der österreichischen Stadt Ebensee verbunden. Der Partnerschaftsvertrag wurde am 27. September 1987 in der Konservatoriumshalle der Gemeinde Prato von den Bürgermeistern Alessandro Lucarini und Rudolf Graf unterzeichnet und nochmals  im Mai 1988 in Ebensee unterzeichnet. Diese Partnerschaft hat eine starke historische und symbolische Bedeutung, ihre Wurzeln im Zweiten Weltkrieg und wurde von einigen Ex-Deportierten, die das Konzentrationslager Ebensee überlebten, gewollt, um sicherzustellen, dass die beiden Gemeinden gemeinsam einen Gedächtnispfad für den Friedens und Achtung der Menschenrechte tragen sollten.

Im März 1944 hatten Faschisten viele Prateser während des antifaschistischen Streiks gefangen genommen und deportiert. Sie wurden nach Florenz gebracht und von dort aus in Wägen nach Mauthausen gebracht, von wo aus sie in das KZ Ebensee verlegt wurden. In diesem Nazi-Konzentrationslager starben viele von ihnen an Hunger, mangelnder Hygiene und unter der weit verbreiteten Gewalt durch die SS. Im Lager war die Sterblichkeitsrate sehr hoch. Die Nazis verschonten niemanden vor Folter und ließen sogar schwer kranke Menschen arbeiten. Noch heute gilt dieser Platz als eines der schrecklichsten und grausamsten des ganzen Systems der Nazi-Lager.

In der Nähe des Lagers ließen die Deutschen die Häftlinge große Stollen graben, die sie als Werkstätten benutzten, um dort die V2- Rakete zu bauen. Am Ende des Krieges, als die amerikanischen Truppen vorrückten, entwarfen die Deutschen einen teuflischen Plan: Der Stollen waren mit Minen und Sprengstoffen gefüllt und die SS befahl den Häfltingen, in den Stollen zu gehen. Es sollten die Minen gesprengt, und somit Tausende von Häftlingen  getötet werden.

Allerdings hatten die Mitglieder der internationalen Geheimorganisation Information über die bisher noch unklaren Kanäle und über die Existenz dieses Plans. Aus diesem Grund verweigerten die Häftlinge am 5. Mai 1945, den Befehl, in den Stollen zu gehen. Somit entkamen die Häfltinge dem Tode. Als die amerikanischen Truppen anrücken, waren die Deutschen gezwungen, zu fliehen.

Am 6. Mai 1945 wurde das Lager Ebensee befreit. Dank des Arztes Dr. Rudolf Pekar, der im Konzentrationslager arbeitete, gelang es tausende Leben zu retten und einigen Überelbenden gelang es, nach Italien zurückkehren.

Unter ihnen war Roberto Castellani, Gründer dieser Partnerschaft, eine der größten Partnerschaften, zwischen Prato und Ebensee. In den Jahren nach dem Krieg versuchten Castellani und andere Überlebende eine menschliche Beziehung zu den Bewohnern von Ebensee zu finden. Sie baten auch die Stadt Prato, Ehrenbürgerschaft für Rudolf Pekar aus humanitären Gründen zu gewähren, was 1984 geschah. 1997 wurde Roberto Castellani Ehrenbürger von Ebensee.
1987 wurde die Partnerschaft zwischen Prato und Ebensee in Prato und 1988 in Ebensee unterziechnet. Um nicht zu vergessen, haben die beiden Gemeinden Partnerschaftsvereine gegründet. 1992 wurde der Städte-Partnerschaftsverein in Ebensee gegründet. Mit „Städte-Partnerschaftsverein - Ebensee halt die Marktgemeinde Ebensee die Partnerschaft mit Prato am Leben durch verschiedene Aktivitäten: Austausch mit Schulen, die Arbeit mit den Gemeinden, Sport Orchester-Tourneen und andere private Verbindungen. Darüber hinaus wurde in der anlässlich der 10-jährigen Partnerschaft (1997) ein Abkommen unterzeichnet, um die Grundsätze der Partnerschaften zu bekräftigen und künftige Ziele festzulegen.
 

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